Projekttag

Zeitzeugengespräch mit Filmdokumentation (DVD)
Dauer: ca. 3,5 Stunden
Zeitzeuginnen: Jutta Fleck, Beate Gallus

ABLAUF

Jutta Fleck, „Die Frau vom Checkpoint Charlie“, berichtet gemeinsam mit der Tochter, Beate Gallus, über die gescheiterte Flucht 1982 aus der DDR. Die FRAU VON CHECKPOINT CHARLIE teil die Erfahrungen in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Dresden, in welcher sie eine Haftstrafe von drei Jahren nach § 213, Republikflucht, absitzen musste.

Die Tochter, Beate Gallus, berichtet von den persönlichen Erfahrungen mit dem DDR-System, die sie als Kind und Jugendliche, aufgrund der gescheiterten Flucht und durch die Zwangstrennung von der Mutter (politischer Häftling im Gefängnis Burg Hoheneck/Stollberg), machte. Dazu gehört auch der Zwangsaufenthalt im staatlichen Kinderheim der DDR oder der Umgang mit ihr in der Schule etc. (90 min).

Die Schüler können auch zwischendurch Fragen stellen, damit es zu einem lebhaften und interaktiven Austausch kommt.

Pause (15-20 min)

Jutta Fleck berichtet über die persönlichen Erlebnisse als politischer Häftling im berüchtigten Frauen-Gefängnis der DDR „Burg Hoheneck“ etc.   

Thematisiert werden auch der Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland, der weltweite jahrelange Kampf, um die Freilassung der Töchter aus der DDR, die persönliche Wiedervereinigung nach sechs Jahren 1988 und der Beginn des gemeinsamen Lebens in Freiheit und Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland.

Beate Gallus berichtet über die jahrelange „Bespitzelung und Überwachung“ in der DDR: Sie und die Schwester wurden bedroht, in ihren Freiheiten eingeschränkt und erpresst. Ihre Erlebnisse als Kind und Jugendliche erlauben es ihr, ihre Erfahrungen beider Systeme – Diktatur und Demokratie – gegenüberzustellen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erörtern und Anhand konkreter Beispiele in direkten Austausch mit den SchülerInnen zu gehen, um eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen

Beate Gallus persönlichen Erlebnisse bestärkten sie, das Projekt „HerzFace – Botschafter für Mut, Liebe und Hoffnung“ ins Leben zu rufen, deren Ursprung auf eine Zeichnung aus der Zeit der Trennung von ihrer Mutter zurückzuführen ist (s. im Buch „Die Frau vom Checkpoint Charlie“; Kinderzeichnung „Das MutMacher-Herz“).

Neben dem persönlich Erlebten ist es für Mutter und Tochter wichtig, eine Brücke ins Hier und Jetzt zu schlagen, um das Bewusstsein der SchülerInnen zu schärfen und auf die demokratischen Werte in der Gesellschaft aufmerksam zu machen – zu vermitteln, wie bedeutsam es ist, diese zu bewahren, zu schützen und zu stärken. (90 min).

Abschließend werden die Höhepunkte aus der Dokumentation (10 min) zum TV-Zweiteiler „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ gezeigt. ARD/ARTE verfilmte die Geschichte mit Veronica Ferres in der Hauptrolle (über 12 Mill. Zuschauer) nach dem gleichnamigen Buch der Autorin, Ines Veith.

Technik zur Durchführung der Veranstaltung

  • Beamer (sollte bitte mit dem Abspielgerät kompatibel sein)
  • Laptop oder DVD-Player und zusätzliche Lautsprecherboxen (Ton und Bild)
  • Lautsprecher wg. dem Ton (bitte unbedingt vorher testen)
  • Leinwand (kein Lichteinfall von hinten bzw. von oben) bzw. Raumverdunkelung
  • 3 Stühle und 1 großer Tisch (bitte bodenlanges Tischtuch, wenn möglich)
  • 2 Mikrophone (wenn möglich kabellos)

Die Technik und den Techniker stellt der Veranstalter zur Verfügung.
Bitte alle Geräte unbedingt vorher testen.
Die DVDs/ USB-Stick bringen wir mit.